Auktion 120 · Los 1130
Meurs, Johannes van
Historica; Danica pariter, & Belgica
Meurs, Johannes van. Historica; Danica pariter, & Belgica; uno tomo comprehensa: Quorum seriem pagina præfationem ad lectorem indicabit. Operum omnium tomus primus. 4 Bl., 118 S., 3 Bl., 133 S., 3 Bl., 87 S., 2 Bl., 150 S., 3 Bl., 86 (statt 110) S. Mit 6 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken und gestochenem Portrait. 30,5 x 19,5 cm. Halbleder d. Z. (stärker berieben und beschabt, Ecken bestoßen, Gelenke angeplatzt) mit oxidierter RVergoldung und RTitel. Amsterdam, Wilhelm und Johannes Blaeu, 1638.
Graesse IV, 510. Bruun III, 13. Ballhausen-J. 560. Vgl. ADB XXI, 538.– – Erste vollständige Ausgabe der Geschichte Dänemarks und Belgiens, eines der Hauptwerke des holländischen Philologen und Historikers Johannes Meursius (1579-1639). Der Leidener Professor für Griechisch und spätere Hofhistoriograph von Holland und Dänemark Johannes van Meurs (1579-1639) "galt für ein Wunderkind, da er im zwölften Jahre eine lateinische Rede, im dreizehnten ein griechisches Gedicht, und im sechzehnten einen Commentar zum Lycophron verfaßte" (ADB). Die praktische Nutzbarkeit seiner Schriften beurteilt die ADB hingegen kritisch: "Seine zahlreichen Schriften bestehen hauptsächlich aus Ausgaben griechischer und lateinischer Schriftsteller, erstrecken sich aber auch auf alte und neuere (niederländische und dänische) Geschichte. Scaliger nennt ihn mit Recht einen Pedanten, da die ungeordnete und weitschweifige Gelehrsamkeit, mit welcher er in einer beträchtlichen Zahl von Büchern die griechischen Alterthümer behandelte, seine Arbeiten als Fundgruben erscheinen läßt, in denen man nicht gern etwas sucht" (ADB). – Es fehlen die letzten 24 Seiten des Schlussteils (Geschichte des Fernando Álvarez de Toledo). Ein Titelblatt gestempelt (ausgeschiedenes Dublettenexemplar). Am Schluss mit Feuchtigkeitsrand, sonst nur vereinzelte Braunflecken.
Graesse IV, 510. Bruun III, 13. Ballhausen-J. 560. Vgl. ADB XXI, 538.– – Erste vollständige Ausgabe der Geschichte Dänemarks und Belgiens, eines der Hauptwerke des holländischen Philologen und Historikers Johannes Meursius (1579-1639). Der Leidener Professor für Griechisch und spätere Hofhistoriograph von Holland und Dänemark Johannes van Meurs (1579-1639) "galt für ein Wunderkind, da er im zwölften Jahre eine lateinische Rede, im dreizehnten ein griechisches Gedicht, und im sechzehnten einen Commentar zum Lycophron verfaßte" (ADB). Die praktische Nutzbarkeit seiner Schriften beurteilt die ADB hingegen kritisch: "Seine zahlreichen Schriften bestehen hauptsächlich aus Ausgaben griechischer und lateinischer Schriftsteller, erstrecken sich aber auch auf alte und neuere (niederländische und dänische) Geschichte. Scaliger nennt ihn mit Recht einen Pedanten, da die ungeordnete und weitschweifige Gelehrsamkeit, mit welcher er in einer beträchtlichen Zahl von Büchern die griechischen Alterthümer behandelte, seine Arbeiten als Fundgruben erscheinen läßt, in denen man nicht gern etwas sucht" (ADB). – Es fehlen die letzten 24 Seiten des Schlussteils (Geschichte des Fernando Álvarez de Toledo). Ein Titelblatt gestempelt (ausgeschiedenes Dublettenexemplar). Am Schluss mit Feuchtigkeitsrand, sonst nur vereinzelte Braunflecken.
- Maße
- 30,5 * 19,5
- Schätzpreis
- 160–240 €
- Zuschlag
- 160 €